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Foto: Schüler in einem Klassenzimmer, im Hintergrund der Lehrer vor der Tafel
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Alle Schulen in NRW beteiligen sich
Berufs- und Studienorientierung beginnt in der Schule

Schulen und Lehrkräfte sind beim Übergang Schule-Beruf wichtige Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner. Sie engagieren sich für eine fundierte Berufs- und Studienorientierung ihrer Schülerinnen und Schüler und schaffen konkrete Anschlussperspektiven. Am Übergangssystem beteiligen sich alle allgemeinbildenden Schulen in NRW.

Im Bereich der schulischen Berufs- und Studienorientierung gibt es an vielen Schulen in Nordrhein-Westfalen bereits eine Vielzahl von guten Aktivitäten und Konzepten, um die berufliche Orientierung von Schülerinnen und Schülern nachhaltig zu unterstützen. Diese gelungenen Ansätze werden im Rahmen des Landesvorhabens "Kein Abschluss ohne Anschluss" ausgebaut und für alle Schulen in ein flächendeckendes, verbindliches, nachhaltiges, transparentes und geschlechtersensibles System der Berufs- und Studienorientierung überführt.

Alle Schülerinnen und Schüler sollen in Verbindung mit ihrem Schulabschluss eine realistische Anschlussperspektive entwickeln, um sich möglichst gezielt eine eigenverantwortliche und selbstbestimmte berufliche Existenz aufbauen zu können. Die betriebliche Ausbildung im dualen System hat dabei einen besonderen Stellenwert und soll gestärkt werden.

Leitlinien für die schulische Praxis

 
Frühe Berufsorientierung, regelmäßige Praxisphasen, individuelle Potenzialanalysen sowie konkrete Anschlussvereinbarungen sind wesentliche Elemente im neuen Übergangssystem. Dazu haben die Partner im Ausbildungskonsens NRW vereinbart, einen verbindlichen Prozess der Berufs- und Studienorientierung an allen allgemeinbildenden Schulen für die Schülerinnen und Schüler aller Schulformen ab der 8. Jahrgangsstufe einzuführen. Folgende fünf Leitlinien kennzeichnen dabei die schulische Praxis:

  • Berufs- und Studienorientierung ist als Bestandteil der individuellen Förderung Aufgabe aller allgemeinbildenden Schulen mit Blick auf möglichst gute Ab- und Anschlüsse.
  • Alle Fächer leisten ab der Sekundarstufe I durch ihre spezifische Förderung von Kompetenzen und durch ihren Lebens- bzw. Arbeitsweltbezug ihren Beitrag zu einem systematischen Prozess der Berufs- und Studienorientierung. Die fächerübergreifende Koordination wird durch die Verankerung in einem schulinternen Curriculum zur Berufs- und Studienorientierung sichergestellt.
  • Alle Schülerinnen und Schüler aller Schulformen erhalten ab der Jahrgangsstufe 8 durch einen verbindlichen und schulintern festgelegten Prozess der Berufs- und Studienorientierung die Möglichkeit, sich in ihren Neigungen und Interessen sowie Fähigkeiten an schulischen und außerschulischen, d.h. vor allem betrieblichen Lernorten zu erproben und Praxiserfahrungen zu sammeln.
  • Spezifische Schülergruppen, etwa mit dem Ziel der Fach- bzw. allgemeinen Hochschulreife, bzw. Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf erhalten zusätzlich spezifische verbindliche Standardelemente, um ihren Berufs- und Studienorientierungsprozess zielgenau zu unterstützen.
  • Die regelmäßige Beratung im Prozess der Berufs- und Studienorientierung bezieht die Erziehungsberechtigten, die Agenturen für Arbeit und weitere Akteure ein. Sie stellt ein wesentliches verbindendes Element zur Selbstreflexion der Schülerinnen und Schüler und zur gemeinsamen Gestaltung des Prozesses und des gelingenden Übergangs dar.

Der gesamte Prozess der Berufs- und Studienorientierung unterstützt das Kernanliegen von Schulen, möglichst gute allgemeinbildende Abschlüsse zu vermitteln und Ausbildungs- bzw. Studienreife herzustellen. Zum Gelingen dieses Prozesses ist die Zusammenarbeit der abgebenden und der aufnehmenden schulischen Systeme, der Agenturen für Arbeit sowie der Wirtschaft in regionalen Zusammenhängen unerlässlich.

Wie eine Potenzialanalyse in der Praxis abläuft, zeigen zwei Fotogalerien. Schülerinnen und Schüler einer Realschule und eines Gymnasiums im Kreis Borken haben an einer Potenzialanalyse teilgenommen. Durchführende Träger waren die BBS Westmünsterland und das JFB Stadtlohn.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterFotogalerie - Potenzialanalyse der BBS Westmünsterland

Öffnet internen Link im aktuellen FensterFotogalerie - Potenzialanalyse des JFB Stadtlohn

Unterstützung für Schulen und Lehrkräfte

 
Zur Umsetzung des Landesvorhabens "Kein Abschluss ohne Anschluss" erhalten die Schulen Unterstützung vom NRW-Schulministerium. Neben Handreichungen werden die Studien- und Berufswahlkoordinatoren durch zusätzliche Stellen entlastet, bis zum Endausbau 2018 sind dafür schrittweise bis zu 510 Stellen vorgesehen.

Mit Blick auf die Stärkung der Ausbildung im dualen System wird in den Berufskollegs das Bildungsangebot zum 01. August 2015 umgestaltet. So werden beispielsweise Curricula eingeführt, die an Qualifizierungsbausteinen in der Berufsausbildungsvorbereitung und an Ausbildungsbausteinen in der Berufsfachschule orientiert sind.

Die Bezirksregierungen führen gemeinsam mit den Kommunalen Koordinierungsstellen Informationsveranstaltungen für alle Schulleitungen durch.

Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.berufsorientierung-nrw.de – das NRW-Schulministerium informiert

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Berufs- und Studienorientierung an Schulen

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